Kategorie: Musik (Seite 1 von 3)

Musik aus der Werkstatt

Casper – Lang lebe der Tod

Meine Brötchen verdiene ich ja grundsätzlich als Deutschlehrer. Aktuell ist in einer meiner Klassen „Gedichtinterpretation“ angesagt. Angefangen haben wir ganz klassisch mit Goethe, Kästner, Heine. Den üblichen Verdächtigen halt. Obwohl das ja im Laufe der Schulzeit immer irgendwann kommt, waren die Rückmeldungen der Schüler dieses Jahr schon extrem in Richtung „Wofür braucht man sowas?“ „Ich versteh nix“, „Juckt mich nicht“, etc. Ok, ein bisschen verstehen kann ich es ja schon. Also habe ich mich mal hingesetzt und eine Stunde zu Capital Bra gemacht (Tilidin). Da waren wir allerdings nach 10 Minuten mit Interpretieren fertig, da es einfach nicht so viel gibt, was man rausholen kann. Der zweite Versuch war Casper und ich muss sagen, der kann es definitiv auch mit einem „klassischen“ Gedicht aufnehmen. Textlich ziemlich anspruchsvoll, aber meine Schüler haben sich da reingekniet und waren am Ende recht begeistert. Auch da sich das Lied ja mit genau der Art von Medienkonsum beschäftigt, die heutzutage praktiziert wird. Mit kleinen Schubsern in die richtige Richtung kamen fast alle am Ende auf den Punkt, dass unserer abgehärteten Gesellschaft hier ein Spiegel vorgehalten wird. Nur das Video habe ich nicht gezeigt…

Apashe – Rennaissance 2.0 live

Ich hatte letztens mal wieder Lust auf Prodigy, machte mich auf youtube auf die Suche nach aktuellen Remixes und bekam in Folge irgendwann Apashe vorgeschlagen. Dann habe ich dieses Video gefunden. Ich finde den Sound ziemlich innovativ. Vor allem mag ich, dass der die meisten seiner Samples aus klassischer Musik holt.

KAS:ST – Hell On Earth

Das hier habe mir vor längerem entdeckt. Ich finde vor allem das Video gelungen, halte aber auch die Musik für einen der besten Elektrotracks, den ich in der letzten Zeit gehört habe. Irgendwie ist da für mich eine ziemliche Ähnlichkeit zu „Born slippy“ von Underworld da, das ich (auch aufgrund meiner großen Begeisterung für „Trainspotting“) früher viel gehört habe.

Fatboy Slim – Live in Melbourne

Fatboy Slim mochte ich schon vor fast 25 Jahren. Ich erinnere mich noch an ein Skilager, auf dem einer „You’ve Come a Long Way, Baby“ dabeihatte und die CD in jeder freien Minute im Zimmer gehört wurde.

Dass der mit 57 noch solche Konzerte veranstaltet, wusste ich nicht. Ich mag vor allem das Intro!

London Grammar auf KEXP

Ich bin so langsam am Überlegen, ob ich nicht aufhören soll, auf Youtube Musik zu hören. Erstens ist die Werbung unendlich nervig und zweitens haben die den schlechtesten Algorithmus der Welt. Wenn ich die Musik laufen lasse, kommt nach dem Lied, das ich höre, immer das gleiche Zeug. Gelegentlich lassen sich aber doch ein paar Schätze entdecken. Hier lief mir London Grammar über den Weg. Die sind mir zwar über zwei Lieder bekannt, allerdings habe ich noch nie eine Live-Performance der Band gesehen. Da merkt man keinen Moment, dass das nicht Playback ist. Und Hannah Reid hat eine Stimme, mit der will man sich zudecken.

Foo Fighters – These days

Ich war nun fast einen Monat internetabstinent, da ich meinen alten Vertrag gekündigt habe, mir der neue Anbieter einen fließenden Übergang zugesichert hat und dann coronatechnisch doch etwas länger gebraucht hat. Für den Blog nicht so schlimm, als Lehrer im Homeoffice (mit einem Kind, das sich ebenfalls im Homeschooling befindet) eine Katastrophe. Mit Hotspot und aufgestockter GB-Zahl ging es halt irgendwie, jetzt ist Gott sei Dank wieder alles beim Alten.

Als Ausdruck meiner Freude poste ich heute die Foo Fighters. Seit Nirvana mag ich ja Dave Grohl, wobei mir tatsächlich die positiven Songs der Foo Fighters seit einiger Zeit um einiges besser gefallen als die eher depressiven von Nirvana.

Das hier ist auf jeden Fall eins der besten:-)

Ben Böhmer live in einem Heißluftballon über Kappadokien

Da ich nicht gewillt bin, ohne Musik am PC zu arbeiten, gleichzeitig aber etwas heikel bin, was die Auswahl angeht, bin ich im Moment dran, mich durch verschiedene DJ-Sets zu hören. Im Hintergrund geht das super und gelegentlich lässt mich auch mal was aufhorchen und rüberklicken, um zu schauen, was ich da gerade höre. Irgendwie bin ich bei Ben Böhmer gelandet. Der fliegt in diesem Set in einem Heißluftballon über Kappadokien im Sonnenaufgang und legt dabei auch noch wirklich gut auf. Ideal für einen Vormittag vorm Rechner. Jetzt liege ich mit meinen Korrekturen bestimmt 20 Minuten hinterher, weil ich dem zuschauen musste und die Zeit vergessen habe. Mist. Aber das war es wert. Die Aufnahmen sind der Wahnsinn. Wie Urlaub für die Augen.

Erobique – Brise Opus 1 & 2

Ich mag ja den Erobique. Der macht einfach unglaublich vielseitige Musik. Ich träume ja auch immer von so einem Sampler-Pad und schau da immer ganz neidisch zu, aber da ich nie Klavier gelernt habe (dafür aber Geige), wird aus der Synthesizer-Karriere wohl nix.

Jeder Homeschooling-Tag fängt mittlerweile mit diesem Lied an. Dann muss er entspannt anfangen, geht gar nicht anders:-)

Danger Dan – Sand in die Augen

Zur Zeit sehe ich andauernd in den Nachrichten, dass dieser Gzuz von 187 Straßenbande ins Gefängnis muss (unter anderem, weil er eine Frau ins Gesicht geschlagen hat, scheint ja ein echter Kerl zu sein). Ich habe mir schon viel Musik von denen angehört, vor allem da meine Schüler das gerne hören, kann damit aber weniger als nichts anfangen. Auch für den Unterricht lässt sich das einfach überhaupt nicht verwenden. Andersherum finden die Schüler dann halt meine Musik doof. Kann man nix machen, das ist halt so wenn man alt ist.

Dieser Track steht in jedem Fall in krassem Kontrast zu dem ganzen Gangsterrap, der sich meistens um Beleidigungen, Autos, Uhren, Geld und ein ziemlich objektifizierendes Frauenbild dreht, was erstens peinlich und zweitens irgendwann ziemlich langweilig ist. Schön ist, dass Danger Dan von der Antilopen Gang letzteres Thema von der anderen Seite betrachtet und in seinem Video so ziemlich jedes Gangsterrap-Klischee unterbringt, das es gibt. Warum können die Jungs und Mädels nicht mehr solche Musik hören?

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